Fußheberschwäche

Kabelloses Fußhebersystem innoSTEP-WL im Überblick

Das Fußhebersystem innoSTEP-WL ist ein Hilfsmittel zur funktionellen Elektrostimulation (FES) bei Fußheberschwäche und kann Patienten wieder zu einem natürlicheren, sichereren Gangbild verhelfen.

  • Elektroden an der Haut geben von außen elektrische Impulse an den Peroneusnerv; dieser gibt sie als Befehl zur Kontraktion an die Muskulatur weiter, so dass der Fuß sich hebt.
  • Das ergonomische und moderne Design ermöglicht, das innoSTEP-WL bequem unter der Kleidung zu tragen.
  • Die funktionelle Elektrostimulation des Wadenbeinnervs und die damit einhergehende Reizweiterleitung kann die neuronale Neubahnung unterstützen. Gleichzeitig fördert die Stimulation die Durchblutung und wirkt Muskelatrophien entgegen.
  • Das Fußhebersystem kann Orthesen und Peroneusschienen ersetzen.
  • Beschleunigungssensor und Winkelmesser (Gyroskop) ermitteln den optimalen Auslösezeitpunkt für die Stimulation, so dass ein fließenderes Gangbild erreicht werden kann.
  • Während der Anwendung passt sich das Fußhebersystem automatisch dem Gangbild des Patienten an.
  • Das innoSTEP-WL benötigt keinen Fersenschalter und kann auch barfuß eingesetzt werden.
  • Der Magnetverschluss vereinfacht die Handhabung und ermöglicht das Anlegen der Manschette mit einer Hand.
  • Das Fußhebersystem innoSTEP-WL kann die Mobilität und Lebensqualität maßgeblich verbessern.

Videothek

In unserer Videothek präsentieren wir Ihnen regelmäßig nicht nur Tips zur alltäglichen Anwendung und Pflege des innoSTEP-WL, sondern auch Erfahrungsberichte und Expertenmeinungen.

Jetzt ansehen

Was ist eine Fußheberschwäche?

Eine Fußheberschwäche (Fibularis-/Peroneuslähmung oder Peroneusparese) beschreibt eine Schädigung des Wadenbeinnervs (Nervus Peroneus/Nervus Fibularis). Patienten können beim Gehen den Fuß nicht mehr richtig anheben oder natürlich abrollen. So kommt es oft zu einem unsicheren Gangbild und dem so genannten Steppergang – jeder Schritt erfordert höchste Aufmerksamkeit, es besteht eine hohe Stolper- oder Sturzgefahr.

Mehr erfahren

Wie entsteht eine Peroneuslähmung?

Eine Peroneusparese kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel die Schädigungen von Gehirn- und Nervenzellen durch einen Schlaganfall, Bandscheibenvorfall oder ein Trauma. Aber auch Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson können zu einer Fußheberschwäche führen – das Gehirn kann das Anheben des Fußes nicht mehr richtig steuern.

Mehr erfahren

Fußheberschwäche – wieder mobil mit dem innoSTEP-WL

Über Elektroden am Bein werden Impulse an den Peroneusnerv gegeben und an den Schienbeinmuskel (Musculus tibialis anterior) weitergeleitet, so dass ein Anheben (Dorsalflexion) des Fußes eintritt. Langfristig kann dies zu einer neuronalen Neubahnung und der Besserung der Symptome beitragen.

Versorgung von Kindern mit dem innoSTEP-WL

Dank einer speziellen Manschette ist das innoSTEP-WL auch für die Versorgung von Kindern mit Fußheberschwäche geeignet und kann ab dem 5. Lebensjahr eingesetzt werden. Dank der flachen Bauweise können Kinder sich mit dem Fußhebersystem unbeschwert bewegen.

Mehr erfahren

Funktionelle Elektrostimulation bei Fußheberschwäche –
Indikationen und Kontraindikationen

Indikationen

  • Multiple Sklerose
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Morbus Parkinson
  • Zerebralparese
  • Bandscheibenvorfall
  • Hereditäre spastische Paraplegie
  • Inkompletter Querschnitt

Mögliche Kontraindikationen

  • Epilepsie
  • Aktive Implantate (Demand-Herzschrittmacher)
  • Metall im Fibulaköpfchen
  • Ödeme, Wassereinlagerungen
  • Akute Thrombose



Wie erhalte ich mein innoSTEP-WL?

Das innoSTEP-WL ist ein Hilfsmittel zur funktionellen Elektrostimulation bei Fußheberschwäche, das ärztlich verordnet und von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann. Die Versorgung erfolgt dann – abhängig vom Versicherungsstatus des Patienten – auf zwei unterschiedlichen Wegen:

Gesetzlich Versicherte

  1. Der Kunde lässt sich ein Rezept über das innoSTEP-WL ausstellen und sendet dieses an HELLER MEDIZINTECHNIK GmbH & Co. KG (Europaplatz 2, 35619 Baunfels).
  2. HELLER MEDIZINTECHNIK erstellt einen Kostenvoranschlag für eine vierwöchige Erprobung und leitet diesen an die zuständige Krankenkasse weiter.
  3. Nach der Genehmigung seitens der Krankenkasse erhält der Versicherte das innoSTEP-WL und wird in die Handhabung eingewiesen. Dabei wird eine umfassende Patientendokumentation entsprechend der GKV-Richtlinien erstellt, inklusive eines Videos des Gangbildes mit und ohne Hilfsmittel.
  4. Möchte der Versicherte nach Ablauf der vier Wochen das Gerät weiter nutzen, sendet er eine Folgeverordnung vom behandelnden Arzt an HELLER MEDIZINTECHNIK.
  5. HELLER MEDIZINTECHNIK stellt einen Kostenvoranschlag zur Dauergenehmigung an die jeweilige Krankenkasse.

Privat Versicherte

  1. Der Kunde lässt sich ein Rezept über das innoSTEP-WL ausstellen und bestellt das Gerät bei HELLER MEDIZINTECHNIK.
  2. HELLER MEDIZINTECHNIK erstellt einen Kostenvoranschlag oder eine Rechnung über den Erwerb des Fußhebersystems (bei Bedarf auch über eine Erprobungsphase von 4 oder 12 Wochen) die der Versicherte seiner privaten Krankenkasse vorlegt.
  3. Nach Rechnungsbegleichung erhält der Versicherte das innoSTEP-WL und wird in die Handhabung eingewiesen. Dabei wird eine umfassende Patientendokumentation inklusive eines Videos des Gangbildes mit und ohne Hilfsmittel erstellt.
  4. Im Falle einer Erprobung sendet HELLER MEDIZINTECHNIK nach Ablauf der 4 bzw. 12 Wochen einen Kostenvoranschlag zur vollständigen Versorgung an den Kunden.

Haben Sie Fragen?

Selbstverständlich beraten wir Sie gern zur Versorgung mit dem innoSTEP-WL: Rufen Sie uns einfach an (+49(0)6442 9421-0), schreiben Sie uns eine E-Mail oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Weitere Informationen und Materialien – wie beispielsweise ein Rezeptmuster – finden Sie hier.

Rufen Sie an, wir beraten Sie gern!

Uwe Adam | Kaufmännische Leitung

HELLER MEDIZINTECHNIK GmbH & Co. KG

Europaplatz 2
D-35619 Braunfels
Mail: u.adam@heller-medizintechnik.de
Tel.: 06442 9421-0
Fax: +49 (0)6442 9421-12

Infothek